Den Bierclub treffen: Am 8. Mai sind wir auf dem Bierlust-Festival in Speyer unterwegs. Für alle Bierfreunde in der Region eine Pflichtveranstaltung.
Unser neues Wappen ist eine Verbindung aus klassischer staatlicher Heraldik und berufsständischer Symbolik. Es kombiniert die historischen Hoheitszeichen der Kurpfalz mit den traditionellen Zunftzeichen des Brauer- und Mälzerhandwerks.
Das Wappen ist eine heraldische Allianz. Es nutzt das „Große Wappen“ der historischen Kurpfalz als Fundament, um Legitimität und regionale Verwurzelung auszudrücken, während die Brauer-Insignien im Vordergrund den spezifischen Zweck des Clubs – den Genuss und die Tradition des Bieres – manifestieren.
Geviert mit einem roten Herzschild, darin ein goldener Reichsapfel.
Feld 1 und 4: Von Blau und Silber schrägrechts gerautet.
Feld 2 und 3: In Schwarz ein rot gekrönter, rot bewehrter und rot gezungter goldener Löwe.
Überdeckt von einem silbernen Braubottich mit Schöpfe und Malzschaufel
Da die Wittelsbacher sowohl Bayern als auch die Pfalz regierten, wurden die Elemente dieser Regionen zum Bestandteil des Wappen der Wittelsbacher, das später durch die dynastische Verbindung auch die Kurpfalz repräsentierte.
Das Wecken- oder Rautenmuster in Blau und Silber ist heute als bayerisches Staatssymbol weltberühmt. Es handelt sich um das Wappen der Grafen von Bogen. Nach deren Aussterben im Jahr 1242 fielen ihr Besitz und ihr Wappen an die Wittelsbacher.
Der goldene Löwe auf schwarzem Grund ist das wohl bekannteste Symbol der Region. Er stammt ursprünglich von den Welfen und kam im 13. Jahrhundert über die Pfalzgrafschaft bei Rhein an die Wittelsbacher.
Der Löwe steht traditionell für Mut, Souveränität und Stärke. In der Kurpfälzer Heraldik ist die rote Krone und Bewehrung (Krallen und Zunge) charakteristisch, um ihn von anderen heraldischen Löwen abzugrenzen.
Der goldene Reichsapfel in Rot ist das Symbol für das Amt des Erztruchsess, eines der Ehrenämter, das den Kurfürsten von der Pfalz im Heiligen Römischen Reich zustand. Er kennzeichnet den Inhaber als einen der Kurfürsten, die zur Wahl des Kaisers berechtigt waren.
Diese Elemente überlagern die heraldische Basis und wandeln das staatliche Wappen in ein Vereins- oder Handwerkswappen um.
Die Braubütt: Das große Gefäß im Vordergrund ist der Bottich, in dem die Maische angesetzt wird. Er steht für das Zentrum des Brauprozesses.
Schöpfe und Schaufel: Die Malzschaufel dient zum Wenden des Getreides auf der Tenne (beim Mälzen). Mit der Schöpfe konnten unerwünschte Bestandteile (Schaum etc.) von der Oberfläche der Würze zu entfernen.
Diese Symbole finden sich seit dem Mittelalter in fast allen Zunftwappen der Brauer und Mälzer wieder. Dass sie hier über dem kurpfälzischen Wappen thronen, verdeutlicht die Identität des „Kurpfälzer Bierclubs“: Die Verbindung von regionaler Heimatliebe und der Pflege der Braukultur.